Zertifikat „Grundlagen der Hochschuldidaktik“ und „Kompetenz für professionelle Hochschullehre“

Das vom Hochschuldidaktischen Netzwerk Mittelhessen (HDM) angebotene Zertifikat „Kompetenz für professionelle Hochschullehre“ im Umfang von mindestens 200 Arbeitseinheiten (AE) kann in zwei aufeinander aufbauenden Teilen erworben werden.

Zunächst sind im Grundlagenteil 120 Arbeitseinheiten zu absolvieren, die Voraussetzung für den Vertiefungsteil sind. Nach Abschluss des Grundlagenteils wird das Zertifikat „Grundlagen der Hochschuldidaktik“ ausgestellt. Der Vertiefungsteil erfordert mindestens weitere 80 Arbeitseinheiten, um das Zertifikat „Kompetenz für professionelle Hochschullehre“ abzuschließen. Dieses wird als „Zertifikat Hochschuldidaktik in Hessen“ ausgestellt und wird bundesweit als Nachweis hochschuldidaktischer Weiterbildung anerkannt. Es orientiert sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) und entspricht der pädagogischen Eignung im Sinne des § 68 Abs. 1,2 des Hessischen Hochschulgesetzes vom 14. Dezember 2021.

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Das Zertifikat „Grundlagen der Hochschuldidaktik“

Für das Zertifikat „Grundlagen der Hochschuldidaktik“ (120 AE) besuchen Sie wenn möglich als ersten Schritt den Workshop „Einführung in die Grundlagen der Hochschuldidaktik – Einstieg in das Zertifikatsprogramm“ (28 AE), der als Pflichtbestandteil die Basis für den Zertifikatserwerb legt. Neben der Erarbeitung hochschuldidaktischer Grundlagen stehen darin auch die Anleitung zur Reflexion und Dokumentation Ihrer Lehrentwicklungsprozesse im Fokus. Zudem haben Sie Gelegenheit, Kontakte zu anderen Lehrenden zu knüpfen, damit Sie sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung Ihrer Lehrkompetenz unterstützen können.

Weitere 80 AE erwerben Sie mit dem Besuch verschiedener Workshops. Die Angebote sind überwiegend den vier Themenfeldern sowie Querschnittsthemen zugeordnet. Da Querschnittsthemen in (fast) allen Workshops angesprochen werden, finden Sie in den Workshopbeschreibungen hierzu entsprechende Angaben. Für den Zertifikatserwerb müssen Sie aus den vier Themenfeldern jeweils mindestens zwei Angebote oder mindestens 8 AE besuchen. Darüber hinaus können Sie Ihre Workshops und Selbstlernkurse mit Blick auf Ihre individuelle Kompetenzentwicklung frei wählen.

Die Reflexionsformate (12 AE) unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Lehrpersönlichkeit. Hierfür wählen Sie Angebote für insgesamt mindestens 8 AE aus diesen Formaten:

  • Hospitation (wahlweise kollegiale oder Expertinnen-/Experten-Hospitation)
  • Coaching/Beratung zu einer Sitzungsgestaltung
  • Angebote zum kollegialen Austausch
  • TAP - Teaching Analysis Poll (qualitative Evaluation einer laufenden Lehrveranstaltung).

Zusätzlich verfassen Sie für jeden Workshopbesuch jeweils eine kurze Einstiegs- und Ausstiegsreflexion (Reflexionsbogen-Einstieg-Ausstieg.docx) zu Ihrem persönlichen Lernprozess. Diese Reflexionen bilden die Grundlage für die halbtägige Reflexionswerkstatt (4 AE).

In der Reflexionswerkstatt nehmen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Lehrkompetenzentwicklung vor (wo komme ich her und wo stehe ich jetzt?) und treffen Überlegungen zu individuellen Weiterentwicklungsperspektiven. Um dies umsetzen zu können, müssen Sie für die Teilnahme bereits mindestens 90 Arbeitseinheiten in Workshops, Reflexionsformaten oder Selbstlernkursen erworben haben. Vielleicht entscheiden Sie sich, zusätzlich zum Grundlagenzertifikat den Vertiefungsteil zu absolvieren, um das  Zertifikat „Kompetenz für professionelle Hochschullehre“ zu erwerben.

Zertifikat „Kompetenz für professionelle Hochschullehre“

Der Vertiefungsteil im Umfang von 80 AE dient dem Ausbau ihrer hochschuldidaktischen Kompetenzen und der weiteren individuellen Schwerpunktsetzung bei der Entwicklung Ihres Lehrprofils. Sie bauen ihr Zertifikat zum bundesweit vergleichbaren Hessenzertifikat aus und machen damit Ihre Lehrexpertise nach außen, z.B. in Bewerbungskontexten, besonders sichtbar.

Die Durchführung eines Lehrentwicklungsprojekts (40 AE) nimmt hierbei besonderen Raum ein. Wir beraten und begleiten Sie bei der selbstgesteuerten Umsetzung Ihrer Projektidee (Handreichung zur Durchführung Ihres hochschuldidaktischen Lehrentwicklungsprojekts), die sie abschließend in einem Reflexionsbericht festhalten. Unterstützend können Sie passende Workshopangebote nutzen oder andere Angebote im Umfang von 24 AE wählen, mit denen Sie Ihr Profil schärfen. Im Rahmen der Portfoliowerkstatt werden Sie angeleitet, den Prozess der Entwicklung Ihrer Lehrkompetenzen und -erfahrungen in Ihrem individuellen Lehrportfolio zu dokumentieren. Ergänzend zur Portfoliowerkstatt unterstützen wir Sie mit dem im Download-Bereich befindlichen Leitfaden sowie dem Selbstlernkurs „Das Lehrportfolio“ (siehe unter Veranstaltungen).

Hinweis: Wenn Sie vor dem 1.7.2026 mit dem Zertifikatserwerb begonnen haben und gerne in das System des neuen Zertifikats wechseln möchten, wenden Sie sich an die Ansprechperson an Ihrer Hochschule, um die Bedingungen dafür zu klären: https://www.hd-mittelhessen.de/wp/hdm/das-hdm/kontakt

 

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