HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
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Bildungsziele

Das HDM unterscheidet verschiedene "Kompetenzfelder" oder "Bildungsziele", an denen sich das Kursangebot ausrichtet. Diese Kompetenzbereiche sind: Lehren und Lernen, Beraten und Prüfen, Innovation, Lehrevaluation, Medienkompetenz, Reflexivität, Chancengleichheit und Konfliktmanagement, Interkulturelle Kompetenz und Fachspezifische Didaktik. In Deutschland ist eine zunehmende Entwicklung nationaler Standards der hochschuldidaktischen Weiterbildung unter Einbeziehung internationaler Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu beobachten. Dies geschieht insbesondere in bereits etablierten hochschuldidaktischen Zentren und Netzwerkverbünden. Das Hochschuldidaktische Netzwerk Mittelhessen (HDM) orientiert sich an diesen Standards und strebt die aktive und kontinuierliche Weiterentwicklung gemäß den eigenen Ansprüchen und Anforderungen an. Die "eigenen Ansprüche und Anforderungen" beziehen sich insbesondere auf charakteristische Schwerpunkte, welche die jeweiligen Hochschulen in das HD-Angebot einbringen. Sie dienen sowohl der Nutzung standortspezifischer Ressourcen als auch der bewussten Profilbildung des HDM. In dieser Hinsicht werden als besondere, profilbildende Leistungen herausgehoben:

Zentrale Bildungsziele

Lehren und Lernen
Elementare Inhalte wissenschaftlich fundierter, moderner Didaktik an der Hochschule. Hierunter fallen alle wichtigen "basics", die sich heute unter Konzepte aktivierender und problemorientierter Lehr- und Lernformen unterordnen.
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Prüfen und Beraten
Lehr ist heute nicht nur Inhalt, sondern zunehmend auch Form. Formale Studienverläufe und verregelte Prüfungsbedingungen erfordern zielorientierte Beratung und fundierte Qualifikation von den Lehrenden als PrüferInnen.
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Innovation
Hochschuldidaktik ist ein dynamisches Feld. Zum einen muss sie auf Veränderungen der Studienbedingungen und des Lernverhaltens reagieren, zum anderen ist sie aber auch das Feld innovativer Erprobung neuer Lehrmethoden und kann der experimentellen, kontrollierten Fortwentwicklung dienen, z.B. im Hinblick auf Methodentransfer zwischen verschiedenen Fachkulturen.
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Lehrevaluation
Evaluation ist das Schlagwort der Zeit. Lehre soll transparenter, nachvollziehbarer, kontrollier- und bewertbar werden. Da bleibt die Frage, wie sich Evaluation unter welchen Rahmenbedingungen durchführen lässt und wie daraus auch eine positive, die Lehre verbessernde Wirkung entstehen kann, die sich nicht nur auf bloße "Kontrolle von uben" beschränkt, sondern als Feedback von unten begreift.
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Medienkompetenz
Dem wirkmächtigen Einzug elektronischer Medien in die Hochschule muss eine zeitangemessene Didaktik Rechnung tragen. Von der Bedienung des Beamers bis zur Gestaltung digitaler Lehrmaterialien und online-Prüfungen reicht hier das Spektrum neuer herausforderungen und Möglichkeiten.
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Reflexivität
Hochschullehre ist in verschiedene Kontexte und Horizonte eingebunden, die oftmals bei der Gestaltung des Unterrichts nicht thematisiert werden oder als nebensächlich erscheinen. Diese Rahmenbedingungen aufzudecken und bewusst für die Gestaltung von Lehr- und Lernmethoden nutzbar zu machen, ist angesichts des rasanten Wandels der Hochschule in den letzten Jahren geboten. Dies sowohl in wissenschaftstheoretischer Hinsicht, wenn es um die Beziehung von Forschungsgegenstand und Lehrmethode sowie den interdisziplinären Austausch geht, aber auch in gesellschaftspraktischer Hinsicht, wenn man Hochschullehre im Hinblick auf gesellschaftliche Anforderungen und Verantwortlichkeiten befragt.
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Chancengleichheit und Konfliktmanagement
Lernerfolg ist nicht bloß von der Qualität der Hochschullehre und der Qualifizierung der Studierenden abhängig. Strukturelle Formen der Ungleichheit bestimmen Lernchancen maßgeblich mit und müssen durch die Lehrenden bewusst wahrgenommen und bearbeitet werden. Auftretende Differenzen im Seminar aber auch zwischen den verschiedenen Anforderungen, denen die Lehrenden ausgesetzt sind, machen den professionellen Umgang mit Konflikten notwendig.
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Interkulturelle Kompetenz
Hochschullehre als globale Herausforderung heisst auf praktischer Ebene: eine für interkulturelle Möglichkeiten und Schwierigkeiten sensible Lehrgestaltung. Interkulturelle Kompetenz wird angesichts einer zunehmend internationalisierten Hochschule immer deutlicher, was allerdings diese "Kompetenz" ausmacht und worum es geht, ist leider noch nicht so deutlich zu vernehmen und bedarf einer eingehenderen Klärung.
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Fachspezifische didaktische Inhalte
Neben den angeführten, allgemeinen Themenfeldern einer hochschuldidaktischen Qualifikation besitzt jeder Gegenstandsbereich und jede Fachkultur seine bzw. ihre jeweiligen Spezifika. Im Rahmen der Entwicklung von Lehrkompetenz sollen die Lehrenden deshalb auch Gelegenheit erhalten, fachdidaktische Angebote wahrzunehmen. Da das hochschuldidaktische Angebot auf Praxisnähe und Anwendungsbezug ausgerichtet ist, werden im Rahmen der Veranstaltungen des HDM stets die Berücksichtigung fachbezogener Besonderheiten und Unterschiede sowie die Beförderung eines interdisziplinären Dialogs angestrebt