HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
Print this page

Umgang mit Störungen und Widerständen in Gruppenarbeiten – kooperative Lehrmethoden gewinnbringend einsetzen

Beschreibung:

Wenn Sie als Lehrende*r Ihre Seminargestaltung in Richtung einer stärkeren Teilnehmendenzentrierung verändern, kann es zu Startschwierigkeiten kommen. Studierende sind nicht immer gewohnt oder gewillt, in Kleingruppen miteinander zu arbeiten. Nicht selten fehlt es an nötigen sozialkommunikativen Kompetenzen, um sich konstruktiv und produktiv in eine Gruppe einzubringen. Andere wiederum sind der Gruppenarbeit überdrüssig, da sie in der Vergangenheit zahlreiche Negativerlebnisse und Frustrationsmomente erlebt haben und immer wieder die Erfahrung machen, dass sie in Einzelarbeit schneller und besser zum Ziel gelangen.

In den Augen der Studierenden erscheint das System der Leistungsüberprüfung letztlich ohnehin (hauptsächlich) auf die individuelle Leistung ausgerichtet zu sein – warum also überhaupt kooperieren?

Solche Probleme in der Durchführung von Gruppenarbeit lassen sich zuweilen auf die Anmoderation, die Auftragsformulierung, die mangelnde Zieltransparenz, die fehlende Routine auf Seiten der Studierenden, die geringe Bereitschaft zur Kooperation oder die Komplexität des Lernarrangements zurückführen. Hieraus erwachsen bei den Studierenden Unsicherheiten, Rückzüge und Widerstände bis hin zu Verweigerungshaltungen, die in halbherzig durchgeführten Gruppenarbeiten münden können.

Der Workshop widmet sich der Frage, wie Kooperationsphasen gestaltet sein müssen, um die benannten Probleme konstruktiv anzugehen oder gar nicht erst auftreten zu lassen. Hierbei werden – ganz im Sinne des didaktischen Doppeldeckerprinzips – selbst wiederum kooperative Verfahren und Methoden zum Einsatz kommen, um Ihnen ein Erfahrungslernen zu ermöglichen.

Kompetenzfeld:

Lehren und Lernen

Intendierte Lernergebnisse:

Sie sind nach dem Workshopbesuch in der Lage,

  • Gruppenarbeitsphasen so anzumoderieren, dass mögliche Widerstände auf Seiten der Studierenden gering gehalten werden.
  • Gruppenarbeit so vorzustrukturieren, dass die Studierenden die nötige Orientierung erhalten und sich auf diese Form des Lernens einlassen.
  • Gruppenarbeit so in den didaktischen Kontext Ihrer Lehrveranstaltungen einzubetten, dass Studierenden der Mehrwert gegenüber alternativen Arbeitsformen (z.B. Vortrag, Lehrgespräch, Einzelarbeit) transparent ist.
  • konstruktiv mit Einwänden, Widerständen und Störungen umzugehen, die im Kontext von Partner- oder Gruppenarbeit auftreten.
  • raffinierte Methodiken anzuwenden, welche dazu beitragen, dass Gruppenarbeit von allen Seiten als effektiv und angenehm erlebt wird.

Referent/in:

Dennis Sawatzki, M.A.

Dauer:

1 Tage

Arbeitseinheit:

8

Termin:

Mi. 11.10.2017: 09.00 bis 17.00 Uhr

Ort:

Justus-Liebig-Universität Gießen

ZfbK Raum 108
Karl-Glöckner-Str. 5A
35394 Gießen

Teilnahmeentgelt:

15 €