
Durch den gemeinsamen Antrag bringen die beteiligten Hochschulen ihren Wunsch nach Kooperation im Bereich der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung zum Ausdruck. Attraktiv und geboten erscheint dies insbesondere durch die geographische Nähe der Hochschulen und die fächerübergreifende Natur hochschuldidaktischer Lehrinhalte. Durch einen gemeinsamen Expertenpool kann ein breiteres Themenspektrum abgedeckt und flexibler auf Bedürfnisse eingegegangen werden. Eine Kooperation leisten die Hochschulen insbesondere in folgenden Bereichen:
Erstens kooperieren die Hochschulen durch eine gleichberechtigte Arbeitsteilung entsprechend den jeweiligen finanziellen Anteilen hinsichtlich der organisatorischen Aufwände, die sich v.a. auch an Synergieeffekten und der Nutzung schon vorhandener Ressourcen an den einzelnen Standorten orientiert. Dazu zählt auch ein gemeinsamer Auftritt nach außen, der das Hochschuldidaktische Netzwerk Mittelhessen als eine Kooperation der drei Hochschulen deutlich herausstellt.
Zweitens gilt es ein sich ergänzendes Kurssystem aufzubauen, welches den Organisations- und Finanzaufwand sowie die Kursauslastung ausgleichend verteilt. So werden die einzelnen Standorte entlastet und gleichzeitig ein umfangreiches Kursangebot sichergestellt. Durch die geographische Nähe und gute Anbindung der drei Hochschulen ist der Reiseaufwand für KursteilnehmerInnen minimal.
Drittens entstehen so auch Potentiale und Anregungen für weitere Kooperationen. Im Rahmen des hochschuldidaktischen Angebots treffen hochschuldidaktische Expertinnen und Experten aus allen drei Hochschulen zusammen und erhalten so die Möglichkeit persönliche Kontakte und kollegiale Peer-Groups direkt vor Ort an den Nachbarhochschulen zu knüpfen. So soll im Rahmen der Hochschuldidaktik nicht nur Weiterbildung erfolgen, sondern vor allem auch ein intensiver Austausch im Bereich der Forschung und Lehre initiiert und kontinuierlich gefördert werden.
Viertens liegt ein besonderer Reiz in der Zusammenarbeit der beiden Universitäten mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg, welche bereits in der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung der Hessischen Fachhochschulen (AGWW) eingebunden ist und so eine wertvolle Schnittstelle darstellt. Die Überwindung der organisatorischen Trennung der beiden Hochschulformen im Bereich der Hochschuldidaktik stellt einen besonderen Aspekt der Zusammenarbeit dar.
Das Hochschuldidaktische Netzwerk Mittelhessen wird durch jeweils eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter aus den beteiligten Hochschulen in einer Lenkungsgruppe koordiniert. Die Aufsicht üben die VizepräsidentInnen aus. Die Lenkungsgruppe hat den Auftrag die Ziele und Absichten des Netzwerkes zu realisieren und dessen Betrieb dauerhaft zu koordinieren.