HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen

Was ist das "Hochschuldidaktische Netzwerk Mittelhessen" (HDM) und wie kam es zustande?

Das HDM bietet an allen drei mittelhessischen Hochschulen ein gemeinsames Programm zur hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung für Beschäftigte in der Lehre und NachwuchswissenschaftlerInnen an. Als Gemeinschaftsprojekt soll es den Austausch und die Zusammenarbeit aller an der Lehre Beteiligten anregen und gleichzeitig für eine wissenschaftlich kompetente, moderne Hochschullehre qualifizieren. Die Qualifizierung kann durch ein Zertifikat nachgewiesen werden.
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Was ist so neu daran?

Bis auf die Fachhochschule Gießen-Friedberg (AGWW) hatten die drei Hochschulen bisher kein umfassend strukturiertes Ausbildungsprogramm zur Hochschuldidaktik. Oft waren es nur kleine Initiativen einzelner Institute oder Personen, die sich der Lehrqualifizierung widmeten. Zudem blieben diese sporadischen Initiativen "im eigenen Hause". Die Zusammenarbeit der drei mittelhessischen Standorte will den Austausch zwischen Gießen und Marburg und vor allem zwischen der Fachhochschule und den Universitäten verbessern.
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Was macht man also so zusammen?

Das HDM bietet ein umfassendes Ausbildungsprogramm an, das sich allen Aspekten einer wissenschaftlich betriebenen Hochschuldidaktik verpflichtet fühlt. Darüber hinaus stehen einige Besonderheiten des HDM mit im Vordergrund. So soll ein Austausch über didaktische Probleme zwischen den Standorten und Fachdisziplinen angeregt werden, das gemeinsame Angebot soll Redundanzen und unnötige Mehrkosten vermeiden und durch das rotierende Kursangebot sollen KursteilnehmerInnen und ReferentInnen ermutigt und unterstützt werden, ihre eigenen Lehr- und Forschungsaktivitäten im Kontext einer mittelhessischen Hochschullandschaft zu orientieren.
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Was sind die Ziele der Hochschuldidaktik im HDM?

Hochschuldidaktik kann man verschieden auffassen: als Qualitätssicherung der Lehre, als akademische Personalentwicklung, als Berufsqualifizierung für JungakademikerInnen, als Weiterbildung im Zuge einer sich wandelnden Hochschullandschaft und nicht zuletzt auch als Diskussionsforum für das akademische Selbstverständnis und die kritische Reflexion von Lehr- und Lehrformen. Das HDM behandelt diese Zielperspektiven gleichrangig.
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Und was lernt man da als Teilnehmer?

Im Hinblick auf die skizzierten Ziele unterscheidet das HDM verschiedene "Kompetenzbereiche", an denen sich das Kursangebot ausrichtet. Diese Kompetenzbereiche sind: Lehren und Lernen, Beraten und Prüfen, Innovation, Lehrevaluation, Medienkompetenz, Reflexivität, Chancengleichheit und Konfliktmanagement, Interkulturelle Kompetenz und Fachspezifische Didaktik.
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An wen richtet sich das HDM?

Knapp: alle Beschäftigten in der Hochschullehre, seien es Professoren, Lehrbeauftragte, PrivatdozentInnen, PromovendInnen und HabilitandInnen, ungeachtet ihrer bisherigen Lehrerfahrung. Desweiteren an alle NachwuchswissenschaftlerInnen, die nicht durch eine Qualifikationsstelle mit Lehrdebutat versehen sind. Primär richtet sich das HDM an diese Personenkreise an den drei beteiligten Hochschulen, prinzipiell steht das Angebot aber auch Interessierten ausserhalb der Hochschule oder des Bezirks Mittelhessen offen.
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Zukunftsperspektiven des HDM?

Auf die Etablierung eines regelmäßigen Angebots zur hochschuldidaktischen Weiterbildung. Darüber hinaus auf die Stimulierung einer "professional community", in der Hochschuldidaktik nicht als begrenztes "Methodenlernen" für den Unterricht verstanden wird, sondern als ein lebenslanger Lernprozess, der den Charakter von Reflexion, Evaluation und Qualifikation trägt. Diese Perspektive ist nicht unbedingt an das HDM als Institution gebunden. Vielmehr ist hier auch Qualifikation zum Selbstlernen gemeint: Fortbildung und Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Themen und Fragestellungen auf wissenschaftlicher und kollegialer Basis.
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